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Als Weinkritiker und Weinjournalisten ist es unsere Aufgabe, Weine verständlich zu beschreiben und sensorische Wahrnehmungen in eine geeignete Sprache zu fassen. Dafür müssen wir wissen, wie Konsumenten ihre Geschmacksempfindungen verbalisieren, mit welchen Begriffen sie ihre Sinneseindrücke wiedergeben.

Vor zehn Jahren eröffneten Bernd Klingenbrunn und Armin Busch (damals noch Maurer) ihre Weinhandlung K&M Gutsweine in Frankfurt-Bockenheim. Seitdem kenne ich die beiden, und inzwischen gibt es auch ein zweites Geschäft im Frankfurter Nordend. Am 9. Mai veranstaltete K&M Gutsweine zum siebten Mal den „Frankfurter Wein- & Genuss-Tag“, der im Private Dining Club von Fernsehkoch Mirko Reeh in Bornheim stattfand.

Seit dem Sommer vergangenen Jahres fehlt hier leider ein wichtiger Blogbeitrag: der Bericht von meinem Aufenthalt in Wien, wo ich im Juni 2014 gleich mehrere Weinmessen besuchte und dabei einen Schwerpunkt auf Naturweine legte, der am Ende noch ausgeprägter war als ursprünglich geplant. Hiermit wird dieser Bericht nun endlich nachgereicht.

Kollegen waren versucht, mir zu unterstellen, dass meine Weinleidenschaft „pathologisch“ sei, denn nach dem Ball des Weines in Wiesbaden und einem intensiven Verkostungstag auf der VDP-Weinbörse in Mainz – während dessen ich in rund acht Stunden 26 Weingüter besuchte und über 125 Weine probierte – folgte ich gern der Einladung des Domdechant Werner‘schen Weinguts in Hochheim zu einer intimen Probe gereifter Rieslinge im Gutshaus.

Was klingt wie der Titel einer Folge von „Star Trek“, ist in Wahrheit der Bericht über eine einzigartige Weinprobe in Wien. Winzer Erwin Tinhof aus Trausdorf im Burgenland hatte einen ausgewählten kleinen Kreis von Freunden und Wegbegleitern ins legendäre Restaurant Steirereck eingeladen, um – wie er schrieb – „eine Weinzeitreise der letzten 25 Jahre anzutreten“.

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