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Was dieser Artikel mit Wein zu tun hat, reduziert sich im Wesentlichen darauf, dass ich das Treffen zum 20-jährigen Abitur, das in einer Kneipe in Essen stattfand, von einem dort ausgeschenkten rheinhessischen Müller-Thurgau begleiten ließ. Der Wein selbst ist keinen Bericht wert (sortentypisch, handwerklich sauber, in seiner Gesamterscheinung durchschnittlich), doch der Anlass bot naturgemäß allerlei Erkenntnisse.

Wir erinnern uns an den Loriot-Sketch, in dem Frau Hoppenstedt Besuch von Weinvertreter Blühmel bekommt und bei der spontanen Probe im Wohnzimmer fragt: „Und schmeckt er auch nach Kork? Mein Mann fragt immer, ob er nach Korken schmeckt.“ Darauf entgegnet Blühmel enthusiastisch: „Hab‘ ich grad probiert – könn‘ sich drauf verlassen!“

Ergänzend zu den VinoBlog-Artikeln „Von Tankstellen und Zitrusfrüchten“ und „Mut zum Alter“, die sich mit reifen Weinen befassen, hier noch einige Gedanken und Hintergrundinformationen von – zufällig allesamt österreichischen – Winzern.

Bereits genervt von der Inflation immer derselben Anglizismen in der touristischen Fachpresse, entdecke ich diese nun auch in einem Weinmagazin. Ein Aufruf zu mehr sprachlicher Sorgfalt.

Freunde hatten in einem Weinladen an der Mosel einige „alte“ Rieslinge erstanden und mich eingeladen, diese mit ihnen zu verkosten. Die vier Flaschen der Jahrgänge 2000, 1997 und 1989 vom Weingut Oster aus Ediger-Eller ergänzten wir um zwei weitere gereifte Rieslinge von 2004 aus dem Rheingau und dem Elsass. Die Probe brachte Überraschungen.

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