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Heute muss ich mal meine sprachliche Pedanterie herauskehren. Oft höre ich: „Gehst du wieder zu einer Weinverköstigung?“ Gemeint ist dann eine Weinprobe, und deren besuche ich tatsächlich viele im Jahr. Aber mit Verköstigung hat das nichts zu tun; es handelt sich allenfalls um eine Weinverkostung. Und Verkostung und Verköstigung ist nicht dasselbe, auch wenn sowohl „verkosten“ als auch „verköstigen“ auf denselben sprachlichen Ursprung zurückgehen.

Sie kennen das bestimmt: Sie schenken beherzt das letzte Glas aus einer Flasche Wein – und plötzlich klimpern kleine Kristalle am Glasboden. Was nun? Ärgern Sie sich jetzt? Ein Weinfehler? Keinesfalls, und statt sich zu ärgern, sollten Sie sich freuen. Der Wein hat Ihnen ein Geschenk gemacht: Weinstein.

Der Gedanke kam mir in der Kantine. Weil die Kolleginnen außer Haus oder sonstwie verhindert waren, musste ich allein zu Mittag essen. Das kommt glücklicherweise selten genug vor, und auch abends esse ich lieber in Gesellschaft, zumal wenn im Restaurant. Daran dachte ich, genauer: an die Abende, an denen ich ohne Begleitung in Restaurants gespeist hatte, und was sie von dieser Situation mittags unterschied.

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