Content

Eigentlich sollte dieser Beitrag „Die Reifeprüfung“ oder „Drei mal sechs plus Spargel“ heißen. Aber es kam anders. Fest stand, dass wir eine kleine Spargelweinprobe durchführen wollten. Die Protagonisten: fünf deutsche Weißweine der Jahrgänge 2006 und 2009, davon vier aus Franken.

Whisky-Tastings habe ich – im Gegensatz zu Weinproben – bisher nur wenige erlebt. Dabei habe ich zunächst festgestellt, dass Whisky-Freaks vielfach noch spezieller sind als Wein-Enthusiasten. Und dass ich bei Whisky zwar klare Vorlieben, aber nur wenig Fachwissen und Erfahrung habe.

Das war sie, die ProWein 2010. War sie eine gute Messe dieses Jahr? Die Stimmung ist besser als die Lage, fassen erste Schlagzeilen schon am zweiten Tag zusammen. Wer sich mit Winzern unterhält, findet die gute Stimmung bestätigt – und nicht nur gute Stimmung: Begeisterung geradezu über den Jahrgang 2009.

Auslöser für diesen Artikel war ein Gespräch mit Burgenland-Winzer Erwin Tinhof. Es ging um internationale Rebsorten und speziell um Chardonnay. Tinhof selbst baut ausschließlich österreichische Sorten an (und erzeugt daraus exzellente Weine), und er führte den Begriff „Chardonnitis“ ins Feld, um die weltweit hohe Nachfrage nach Chardonnay-Weinen zu charakterisieren. 

Alte Rotweine zu trinken, ist keine Kunst. Klar, so richtig alte schon – 20, 30 Jahre oder noch älter. Aber gereifte Rotweine gibt es generell häufiger als gereifte Weiße, denn Rotweine sind gemeinhin besser lagerfähig als Weißweine (dazu später mehr). Dies ist ein Plädoyer für reife, für alte Weißweine.

Weitere Beiträge...